Newsletter 1/2008

Neues aus dem schweizerischen Netzwerk "Sekundarstufe I" Januar 2008
(mit Beiträgen der Mitglieder und der SKBF|CSRE, publiziert in der Originalsprache)

Schwerpunkt: Leistungsmessung und Neugestaltung 9. Schuljahr
,
siehe auch Newsletter 1/2007, Kantone AR, OW, SZ

Inhaltsübersicht:

  1. AG Abschlusszertifikat: Dritte Phase des Testlaufs
  2. BE Erste jahrgangsgemischte Klasse an der Oberstufe
  3. BL/BS Orientierungstests 9. Schuljahr
  4. CH Neue Daten zu den kantonalen Bildungssystemen
  5. CH Wechsel der PISA-Leitung
  6. FL Schul- und Profilentwicklung an der Sekundarstufe I (SPES I)
  7. GE Analyse de l’épreuve commune de mathématiques de 9e 2006 tronc commun
  8. LU Teacher Empowerment to Educate Students to Become Active european Citizens (TEESAEC)
  9. LU Portfoliobasierte Masterprüfung
  10. LU Politikvernetzte Projektarbeit an Sekundarschulen
  11. LU Stellwerk 8 wird flächendeckend eingeführt
  12. NWCH Die sieben Eckwerte des Bildungsraums Nordwestschweiz
  13. SG Anpassungen und Erweiterungen bei Klassencockpit
  14. SG Stellwerk8 und Schreibanlass / Berufsprofile / Stellwerk9 flächendeckend
  15. SH Stellwerk-Obligatorium für den Kanton Schaffhausen
  16. TG Durchlässige Sekundarschule
  17. TG Berufswahl- und Bewerbungsportfolio
  18. TG Stellwerk8
  19. VD Publication de l’ URSP
  20. ZG Evaluation Beurteilen + Fördern auf der Sekundarstufe I
  21. ZH Weiterentwicklung der Oberstufe eingeleitet
  22. ZH Zentrale Aufnahmeprüfungen ans Gymnasium (ZAP)
  23. ZH Die Entwicklung der Sekundarstufe I im Kanton Zürich: Vom Differenzierungs- zum Integrationsprozess

AG Abschlusszertifikat: Dritte Phase des Testlaufs

Der im Mai 2006 gestartete dreijährige Testlauf zum Abschlusszertifikat Volksschule Kanton Aargau geht in die dritte Phase. Vierzehn Testlaufschulen erproben im dritten Durchlauf das Zusammenspiel von Check 8 (Stellwerk), Projektarbeit und Erfahrungsnoten. Die Schlussevaluation wird im Herbst 2009 erwartet. Erste Zwischenergebnisse weisen darauf hin, dass sich Check 8, Projektarbeit und Erfahrungsnoten sinnvoll ergänzen und zu einer gerechteren und umfassenderen Beurteilung der Lernenden führen.

www.ag.ch/abschlusszertifikat

BE Erste jahrgangsgemischte Klasse an der Oberstufe

Im August 2007 startete in Muri-Gümligen die erste jahrgangsgemischte Realklasse. Davon verspechen sich die Beteiligten eine Aufwertung dieses Schultyps und bessere Rahmenbedingungen für Jugendliche. Als Nebeneffekt können ungleich grosse Jahrgangsklassen besser verteilt werden. Im nächsten Jahr werden noch weitere solche Klassen gebildet.

Quelle: berner schule, September 2007, S. 16

BL/BS Orientierungstests 9. Schuljahr

Im Oktober 2007 haben in den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt Schülerinnen und Schüler des 9. Schuljahrs Orientierungsarbeiten (OA) geschrieben. Diese dienen den Jugendlichen zur Standortbestimmung und den Lehrpersonen als ein Instrument zur Qualitätssicherung. Die Orientierungsarbeiten machten Leistungsunterschiede zwischen deutsch- und fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern sichtbar.

Weitere Informationen: www.edubs.ch

CH Neue Daten zu den kantonalen Bildungssystemen – Nouvelles données de base sur le système éducatif suisse

Die Kantonsumfrage 2006/07 der EDK ist online abrufbar. Präsentiert werden grundlegende Informationen zu den Strukturen der kantonalen Bildungssysteme und zu den Projekten der Schulentwicklung. Zu finden sind z.B. Informationen zur Dauer und Organisation der Stufen, zur Unterrichtsdauer, zur Klassengrösse.
www.edk.ch

L’enquête CDIP/IDES réalisée en 2006/2007 auprès des cantons sur un mode de conception entièrement nouveau fournit en ligne des informations sur les structures éducatives cantonales.
www.cdip.ch

Quelle: EDUCATION CH, Nr. 11, November 2007: www.ides.ch
> Online-Dienste > Bulletin EDK und IDES

CH Wechsel der PISA-Leitung

Die nationale Projektleitung PISA wurde seit Beginn der schweizerischen PISA-Beteiligung vom Bundesamt für Statistik wahrgenommen. Ab Januar 2008 geht die Projektleitung an die vier bestehenden regionalen Koordinationszentren über: Urs Moser (Institut für Bildungsevaluation, Universität Zürich); Christian Brühwiler (Forschungsstelle PH St. Gallen), Christian Nidegger (Service de la recherche en éducation, Genf) und Emmanuele Berger (Ufficio studi e ricerche, Bellinzona).

Quelle: EDUCATION CH, Nr. 11, November 2007: www.ides.ch > Online-Dienste >Bulletin EDK und IDES

FL Schul- und Profilentwicklung an der Sekundarstufe I (SPES I)

«Bei SPES I geht es um die Frage, was Schülerinnen und Schüler künftig benötigen, wie und unter welchen Rahmenbedingungen sie lernen. Es geht um bessere Chancen für alle Jugendlichen auf der Sekundarstufe I . Es geht aber auch darum, dass die Schule sich in Richtung mehr Autonomie weiterentwickelt, denn eine wirkliche Erneuerung kann die Schule am besten selbst vornehmen.»

Regierungsrat Hugo Quaderer, Vaduz. In: schuleheute 3/07, Schulamt des Fürstentums Liechtenstein

www.llv.li/pdf-llv-sa-schule_heute_07-03.pdf

GE Analyse de l’épreuve commune de mathématiques de 9e 2006 tronc commun

Conformément à la convention passée avec la direction générale du Cycle d’orientation et avec le DIPCO, le groupe Edumétrie – Qualité de l’évaluation en éducation de la Société pour la recherche en éducation (SSRE), a entrepris une série d’analyses sur l’épreuve commune (EC) de mathématiques appliquée en 2006 à l’ensemble des élèves de 9e.

L’objectif de ces analyses était de vérifier les qualités métrologiques de cette épreuve en fonction des utilisations qui en sont faites – ou pourraient en être faites – et de tirer de cette étude quelques conclusions et suggestions pour l’élaboration de futurs contrôles du même type. Le présent rapport, voulu synthétique et non technique, présente nos principaux constats et propositions.

Vous pouvez commander ce rapport de synthèse auprès de Daniel Bain, groupe édumetrie: daniel.bain[at]bluewin.ch

LU Teacher Empowerment to Educate Students to Become Active European Citizens

Ein Hauptziel des EU-Projektes TEESAEC ist die Entwicklung von Unterrichtmaterialien und curricularen Anregungen für die Lehrerfortbildung in Bezug auf eine europäische Identität. Die Lehrer/innen erhalten fachgerechtes Unterrichtsmaterial, um die Schüler/innen der Sekundarstufe I auf der Basis demokratischer Partizipation zu unterrichten. Darüber hinaus wird das politische Deutungswissen von Schüler/innen in Bezug auf Europa anhand von empirischen Prä- und Postbefragungen ermittelt. Diese Untersuchungen werden in 6 Ländern (GB/A/D/NL/CH/Estland) koordiniert stattfinden (Projektleiter: Prof. Dr. Béatrice Ziegler, Fachhochschule Nordwestschweiz, PHNW Aarau; Prof. Dr. Volker Reinhardt, Pädagogische Hochschule Zentralschweiz, Luzern).

www.luzern.phz.ch

LU Portfoliobasierte Masterprüfung

Im Herbstsemester 2007 wurde an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz, Teilschule Luzern, erstmals eine portfoliobasierte Masterprüfung im Bereich Bildungs- und Soziawissenschaften und Berufsstudien (BSW/BS) durchgeführt. Mit dieser neuartigen Form wurde versucht, die Prüfung am Ende einer an Standards orientierten berufswissenschaftlichen Ausbildung so zu gestalten, dass auch sie konsequent noch eine Ausbildungsfunktion im engeren Sinne erfüllt, Studienleistungen anerkennt und den Studierenden nicht nur eine reaktive, sondern auch eine aktive, mitgestaltende und darstellende Rolle im Prüfungsgeschehen zugesteht. Über erste Erfahrungen wird hochschulöffentlich berichtet werden. Eine Darstellung der Konzeption und Durchführung erscheint in Kürze im journal für lehrerinnen- und lehrerbildung.

Häcker, Th. & Rentsch, K. (2008). Bewertungsportfolios in der Lehrer/innenbildung. journal für lehrerinnen- und lehrerbildung, 7 (1), 6 S. (in Druck)

LU Politikvernetzte Projektarbeit an Sekundarschulen

Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, ob politik- und demokratievernetzte Projektarbeit im Rahmen einer Intervention positive Auswirkungen auf das politische Interesse, die politische Motivation und auf die politische Handlungsbereitschaft von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I hat (Projektleiter: Prof. Dr. Jürg Aeppli; Prof. Dr. Volker  Reinhardt, Pädagogische Hochschule Zentralschweiz, Luzern).

www.luzern.phz.ch

LU Stellwerk 8 wird flächendeckend eingeführt

Im Frühling 2008 wird an allen Klassen des achten Schuljahres Stellwerk 8 eingeführt. Getestet werden die Bereiche Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik und Vorstellungsvermögen. Natur und Technik wird nicht getestet, weil die Kompatibilität zum Lehrplan des Kantons Luzern nicht vollumfänglich gegeben ist.

Weitete Informationen: www.volksschulbildung.lu.ch
Infos & Unterlagen Bereiche Sekundarstufe I

Marie-Louise Fischer-Schuler

NWCH Die sieben Eckwerte des Bildungsraums Nordwestschweiz

Die vier Regierungen des Bildungsraums NWCH (AG, BL, BS, SO) beabsichtigen, namentlich folgende Entwicklungen gemeinsam zu realisieren:

  1. Das Begabungsförderungsprogramm  «Bereichern und Beschleunigen» auf  Basis einer achtjährigen Primarstufe  (inklusive Eingangsstufe), einer mit  den nationalen Vorgaben kompatiblen Sekundarstufe I und eines vierjährigen Gymnasiums.
  2. Thematische Spezialangebote,  die  Kinder und Jugendliche ihren Interessen entsprechend wählen können.
  3. Die Eingangsstufe (Grund- oder  Basisstufe).
  4. Blockzeiten und ein flächendeckendes, für die Schülerinnen und Schüler freiwilliges Angebot an Tagesstrukturen nach gemeinsamen Standards.
  5. Eine gemeinsame Lern- und Zeitorganisation zur pädagogischen  Umsetzung der interkantonalen Vorgaben und zur Unterstützung  der Einführung des neuen Modells «Beschleunigen und Bereichern»  (Projekt Lernen 21+).
  6. Gemeinsame Leistungstests.  
  7. Soweit möglich vereinheitlichter Volksschulabschluss und gleiche Übertrittsverfahren.

Quelle: Basler Schulblatt 8/07, S. 6

www.edubs.ch/lehrpersonen/Schulblatt

SG Anpassungen und Erweiterungen bei Klassencockpit

Um eine kontinuierliche Erneuerung der Module sicherzustellen, werden auch dieses Jahr Paralleleichungen verschiedener Module durchgeführt. Bei den Mathematik-Modulen der Stufe 7 sind zusätzlich zur Standardversion spezielle mathbu.ch-Versionen entwickelt worden.

www.klassencockpit.ch

SG Stellwerk8 und Schreibanlass / Berufsprofile / Stellwerk9 flächendeckend

Als Ergänzung zu den webbasierten Testteilen von Stellwerk8 wird im Kanton St.Gallen im Februar 2008 ein flächendeckender Schreibanlass als Pilotversuch durchgeführt. Dabei ergibt sich die Möglichkeit, die Korrelation zwischen adaptiv gemessenen Schreibkompetenzen und einem zentral korrigierten Schreibanlass wissenschaftlich messen zu lassen. Die Ergebnisse können Entscheidungsgrundlage über den möglichen Einsatz des Teilbereichs Schreiben sein. In Anlehnung an die Leistungsprofile von Stellwerk wurden in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Berufsbildung, Vertretern von Verbänden und Lehrpersonen der Gewerbeschulen Profilvorgaben verschiedener Berufe entwickelt. Laufend werden neue Profilvorgaben erarbeitet. Ab Frühling 2008 wird Stellwerk9 obligatorisch in allen 9. Klassen des Kantons eingesetzt.

www.stellwerk-check.ch

SH Stellwerk-Obligatorium für den Kanton Schaffhausen

Der Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen hat bereits im Jahre 2006 beschlossen, das Testsystem "Stellwerk" für eine auf vorerst drei Jahre befristete Zeit ab Schuljahr 2007/2008 obligatorisch an den 2. Klassen der Sekundarstufe I einzusetzen. Somit werden im Frühjahr 2008 ca. 900 Schülerinnen und Schüler der Real – und Sekundarschule ein aktuelles Leistungsprofil erhalten, das sie möglicherweise auch der Bewerbung für Schnupperlehren und Lehrstellen beilegen werden. Damit die Vertreterinnen und Vertreter der Lehrbetriebe die Leistungen der ausgewiesenen Profile richtig interpretieren können, wird die Kommission „Schnittstelle Volksschule – Berufsausbildung“ (KoSch) eine Informationsveranstaltung für Lehrmeisterinnen und Lehrmeister zum Thema Stellwerk organisieren.    
 
Ausführliche Informationen über Stellwerk sind auf folgender Webseite zu finden:
www.stellwerk-check.ch

TG Durchlässige Sekundarschule

Im August 2008 werden auch die letzten Sekundarschulzentren auf das Modell mit den Typen G (grundlegende Anforderungen) und E (erweiterte Anforderungen) und mit Niveauunterricht mindestens in Mathematik und einer Fremdsprache umstellen. Einige Sekundarschulzentren interessieren sich für das Modell mit heterogenen Klassen (also G und E gemeinsam).

Kontakt: Marco Rüegg, marco.ruegg[at]tg.ch

TG Berufswahl- und Bewerbungsportfolio

Eine Schule wird das im Kanton Zürich erarbeitete Portfolio einer praktischen Erprobung unterziehen. Sie wird dabei durch das Autorenteam begleitet.

Kontakt: Marco Rüegg, marco.ruegg[at]tg.ch

TG Stellwerk8

Im Schuljahr 2007/2008 wird Stellwerk8 erstmals in allen 8. Klassen im Kanton durchgeführt. Es zeigt sich zunehmend, dass die Erstellung konkreter, individueller Förderpläne auf der Grundlage der Stellwerkresultate nicht im erwarteten Masse möglich ist. Nach der ersten flächendeckenden Durchführung im Frühjahr 2008 soll deshalb anhand einer Standortbestimmung das Obligatorium überprüft werden.

Kontakt: Marco Rüegg, marco.ruegg[at]tg.ch

VD Publication de l’ URSP

Profils, attentes et projets des jeunes en situation de transition vers une formation professionelle. Karin Bachmann Hunziker 2007, 129 p., CHF 13.00, No. 07.4

Un nombre croissant de jeunes ne parviennent pas à accéder à une formation post-obligatoire un terme de leur scolarité et effectuent une année dans une structure de transition. La présente recherche vise à apporter une meilleure connaissance des jeunes dans cette situation.
Des informations ont été recueillies en début et en fin d’année scolaire 2004-05, à l’aide de questionnaires ad hoc, auprès de jeunes ayant fréquenté une structure de transition. Des analyses de type quantitatif ont été privilégiées et répondent principalement à deux questions:
Qui sont les jeunes en transition? On constate une grande hétérogénéité, notamment en ce qui concerne leurs caractéristiques sociodémo-graphiques et scolaires, leurs représentations de la structure de transition et l’état d’élaboration de leur projet professionnel.
Quelle est leur perception de leur année de transition? Les deux prises d’information permettent de préciser ce qu’ils attendent de l’institution, les bénéfices qu’ils en ont retirés au terme de leur année, leur degré de satisfaction et l’évaluation qu’ils font du dispositif pédagogique.  

commandes à l’URSP, Route du Signal 11, 1014 Lausanne, Tél: 021 316 06 10, Fax: 021 316 06 11, courriel: info.ursp[at]vd.ch

ZG Evaluation Beurteilen & Fördern auf der Sekundarstufe I

Seit 2003 startete im Rahmen des Projekts Beurteilen und Fördern ein umfassendes und eigenständiges Umsetzungsprojekt für die Sekundarstufe I. Im Rahmen  einer umfassenden Evaluation zweier Hochschulinstitute (IBB der PHZ Zug und FS&S der Universität Zürich) wurden 2007 41 Klassen und mehr als 2/3 der Lehrpersonen sowie die Eltern befragt. Untersucht wurden viele Aspekte des Projekts, so auch die Akzeptanz bei den Eltern wie bei den Lehrpersonen, die Rolle der Mediatoren sowie die Wahrnehmungen de Schüler/innen. Die Ergebnisse sind insgesamt vorwiegend positiv ausgefallen, wenn auch Unterschiede zwischen den Schulen und Lehrpersonen festgestellt wurden. Dies ist insofern bemerkenswert, als Neuerungen im Sinne von Beurteilen und Fördern auf der Sekundarstufe eher schwierig umzusetzen sind.

Kurz- und Originalfassung des Berichts vom 6.9.07: www.zug.ch

Quelle: Schulinfo Zug Nr. 2 / 2007/08, S. 5 - 18

ZH Weiterentwicklung der Oberstufe eingeleitet

Der Bildungsrat hat an seiner Sitzung vom 3. Dezember 2007 beschlossen, einen breiten Diskussions- und Entwicklungsprozess zur Sekundarstufe der Volksschule einzuleiten. Ziel ist eine einheitlichere Oberstufe. Zudem sollen die Integrationskraft der Oberstufe gesteigert und deren Durchlässigkeit erhöht werden.

Der Bericht des Regierungsrates zum Postulat KR-Nr. 54/2003 «Situationsanalyse der Sekundarstufe I» vom 20. Juli 2005 hat gezeigt, dass es der Volksschule nur teilweise gelingt, das Leistungspotenzial der Schülerinnen und Schüler richtig zu erfassen und auszuschöpfen. Zudem zeigt sich, dass Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus der Abteilung C die grössten Schwierigkeiten haben, eine Lehrstelle zu finden.

Das neue Volksschulgesetz hat die Modellvielfalt an der Sekundarstufe weiter vergrössert: Auch an der bisherigen Gegliederten Sekundarschule können neu drei Abteilungen gebildet werden. Umgekehrt können Gemeinden mit der bisherigen Dreiteiligen Sekundarschule auch nur zwei Abteilungen (A, B) führen. Unabhängig von der Organisationsform können bis zu drei Fächer auf unterschiedlichen Anforderungsstufen unterrichtet werden. Das führt dazu, dass im Schuljahr 2007/08 sieben unterschiedliche Oberstufenmodelle geführt werden.

Der Bildungsrat hat an seiner Sitzung vom 3. Dezember 2007 ein Konzept verabschiedet, das vorsieht, dass in den nächsten Jahren ein breiter Diskussions- und Entwicklungsprozess zur Oberstufe mit allen Akteuren durchgeführt werden soll. Der Prozess erfolgt in drei Phasen: in der ersten Phase bis im Sommer 2008 wird die Diskussion in einer Begleitkommission vorbereitet. Gleichzeitig werden der Forschungsstand dokumentiert und ein Bericht über aktuelle Modelle der Gemeinden erstellt. Mit einer öffentlichen Kickoff-Veranstaltung im September 2008 geht die Diskussion in eine zweite Phase. An öffentlichen Diskussionsforen im ganzen Kanton werden Ziele und Modelle für die Weiterentwicklung der Oberstufe diskutiert. In einer dritten Phase (ab 2010) erfolgt die Neukonzeption der Zürcher Oberstufe.

Der Bildungsrat setzt dabei auf eine einheitlichere Sekundarstufe, auf ein neues Zuteilungsverfahren, die Orientierung an Bildungsstandards, verstärkte  Kompetenzförderung im Hinblick auf die Sekundarstufe II und den gezielten Einsatz für leistungsschwache Schülerinnen und Schüler. Ziel ist es, dass die Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine Anschlusslösung finden.

Medienmitteilung der Bildungsdirektion des Kantons Zürich vom 4. Dezember 2007: www.bildungsdirektion.zh.ch

ZH Zentrale Aufnahmeprüfungen ans Gymnasium (ZAP)

In diesem Jahr (2008) werden auch die Aufnahmeprüfungen an die Kurzgymnasien zentralisiert. Zusätzlich wird bei den Aufnahmeprüfungen an die Langgymnasien ein Test zur Erfassung der allgemeinen kognitiven Fähigkeiten erprobt.

weiter: www.zentraleaufnahmepruefung.ch/

ZH Die Entwicklung der Sekundarstufe I im Kanton Zürich: Vom Differenzierungs- zum Integrationsprozess

Wie die Sekundarstufe I im Schulsystem strukturiert werde soll, gehört zu den meist diskutierten Fragen der Bildungspolitik – und das nicht erst seit den Gesamtschulversuchen der 1970er Jahre, sondern bereits seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Beitrag von Lucien Criblez und Anne Bosche in ph-akzente 4/2007 (S. 32 – 35) analysiert die Strukturentwicklung der Sekundarstufe I am Beispiel des Kantons Zürich. Er weist auf deren Zusammenhänge mit der Verlängerung der obligatorischen Unterrichtszeit hin und zeigt auf, wie der institutionelle Differenzierungsprozess in den 1970er Jahren in einen Integrationsprozess umschlägt.

Weitere Informationen: www.phzh.ch/content-n208-r2192-sD.html