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Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung
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Forschungsprojekt / Projet de recherche

ID: 206232
Projektnummer / No de projet 10:016
Beginn / Début: 2006
Ende / Fin 2008

Titel, Thema / Titre, thématique

Die Bedeutung institutioneller Bildungsangebote für die berufliche und soziale Integration sehgeschädigter junger Erwachsener

Titel, Thema übersetzt / Titre ou thématique, traduction

Appréciation des offres éducatives institutionnelles pour l'intégration professionnelle et sociale de jeunes adultes malvoyants ou aveugles

Forschende Institution(en) / Institution(s) de recherche

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HFH), Zürich  

Forschende(r) / Chercheur(s)

Ursula Hofer-Sieber    
Martin Venetz    
Corinne Wohlgensinger    

Zusammenfassung

Sonderinstitutionen für blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler sehen sich gegenwärtig vor besondere Herausforderungen gestellt, da die angestrebte berufliche und gesellschaftliche Integration laufend schwieriger wird. Die hier vorgestellte Untersuchung konzentrierte sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklung auf die folgenden Fragen:
  • Welche Bildungsangebote sind wichtig für die spätere berufliche und gesellschaftliche Partizipation sehgeschädigter Menschen?
  • Gewährleisten die vorhandenen Bildungsangebote für diese Zielgruppe alle gleichermassen die für eine Integration notwendigen Kompetenzen?
  • Welche Beratungs- und Unterstützungsangebote während Berufsfindung und Ausbildung haben die spätere berufliche und gesellschaftliche Partizipation sehgeschädigter Menschen gemäss ihrer eigenen Wahrnehmung in positiver Weise beeinflusst?
Vorgegangen wurde gemäss einem zweistufigen Verfahren; einbezogen wurden blinde und sehgeschädigte Menschen der Geburtsjahrgänge 1978 bis 1983, die in Sonderinstitutionen der Deutschschweiz geschult oder durch diese in der integrativen Schulung begleitet worden waren. Mittels einer standardisierten telefonischen Befragung wurden in der ersten Erhebung Einschätzungen zu den erhaltenen speziellen Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten in der Sekundarstufe I und II und zur aktuellen Arbeits- und Lebenssituation erfasst. 62 Personen (gemäss Hochrechnungen gut 40% der ausgewählten Population) nahmen daran teil. Die erhaltenen Daten wurden quantitativ ausgewertet. Im breit angelegten problemzentrierten Interview der zweiten Erhebung erfolgte eine Differenzierung der vorhandenen Ergebnisse durch 24 der Befragten aus der ersten Erhebung. Die Ergebnisse ermöglichten die Formulierung von Empfehlungen hinsichtlich des Entwicklungsbedarfs, die sich in erster Linie an die beteiligten Fachpersonen und Institutionen richten, aber auch Instanzen wie die Invalidenversicherung, die Politik oder die Arbeitgeber angehen.

Description du projet

Les institutions qui s'occupent d'enfants aveugles ou malvoyants sont aujourd'hui confrontées à des problèmes considérables, l'intégration sociale et professionnelle de ces jeunes s'avérant de plus en plus ardue. La présente recherche se concentre sur les questions suivantes:
  • Quelles sont les offres formatives qui contribuent le plus à garantir aux déficients visuels un haut degré de participation sur les plans social et professionnel quand ils auront atteint l'âge adulte?
  • Les offres éducatives existantes sont-elles toutes à même de communiquer aux personnes malvoyantes toutes les compétences nécessaires?
  • Quelles offres de soutien et de conseil durant la phase d'orientation et de formation professionnelles sont-elles perçues comme étant les plus propices à favoriser la participation professionnelle et sociale de ces personnes?
La recherche a procédé au moyen d'une enquête auprès d'adultes malvoyants nés entre 1978 et 1983, souffrant de déficiences de vue et scolarisés ou pris en charge par des institutions spécialisées de Suisse alémanique. La première phase a été consacrée à des entretiens téléphoniques concernant les soutiens reçus et la situation de vie actuelle. Y ont participé 62 personnes, ce qui correspond approximativement à 40% de la population concernée. Dans un deuxième temps, 24 personnes ont été choisies parmi ces 62 pour des entretiens d'approfondissement. Les résultats ont permis à l'équipe de recherche de dresser une liste de desiderata qui doivent intéresser d'abord les institutions de formation et de conseil, mais également les politiques, l'assurance-invalidité et les employeurs.

Deskriptoren

*Blinder; *Sehbehinderter; *Betreuung; schulische Integration; berufliche Integration; soziale Integration; Bewertung; Erhebung: Interview

Descripteurs

*aveugle; *handicapé visuel; *prise en charge; intégration scolaire; intégration professionnelle; intégration sociale; appréciation; enquête; entretien

Publikationen / Publications

Hofer, U.; Venetz, M. (2007). Förderung und Unterstützung sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher: Welche Noten erhalten ihre Sonderschulen? In: blind-sehbehindert, 2/2007, S. 95-104.

Hofer, U.; Venetz, M. (2007). Förderung und Unterstützung sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher. In: Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 9/2007, S. 33-41

Hofer, U.; Wohlgensinger, C. (2008). Übergangen werden beim Übergang - Lässt sich dieses Risiko für Jugendliche mit einer Sehbehinderung schmälern? In: Häfeli, K. (Hrsg.). Berufliche Integration für Menschen mit Beeinträchtigungen - Luxus oder Notwendigkeit? Luzern: Edition SZH, S. 51-67.

Hofer, U. (2008). Werden Sehgeschädigte auf ihr Arbeitsleben vorbereitet? In: Panorama, 2/2008, S. 17-19

Hofer, U. (2009). Mit welchem Gepäck von der Schule ins Leben? In: Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen und -pädagoginnen e.V. (Hrsg.). Teilhabe gestalten. Kongressbericht vom XXXIV. Kongress vom 14.-18. Juli 2008 in Hannover (CD). Würzburg: Edition Bentheim

Hofer, U.; Wohlgensinger, C. (2009). Bewältigen statt überwältigt werden: Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Sehbehinderung bei den Übergängen in Ausbildungs- und Erwerbsleben. In: blind-sehbehindert, 4/2009, S.248-259


Methodologie / Méthodes de recherche

zweistufiges Vorgehen: (1) standardisierte telefonische Befragung; (2) vertiefende Interviews mit ausgewählten Teilnehmern der ersten Befragung

Geographische Angaben / Délimitation géographique

deutschsprachige Schweiz

Projekttyp / Type de recherche:

Eigenprojekt der durchführenden Hochschule

Auftraggeber / Mandant de la recherche:

kein Auftraggeber

Finanzierende Institutionen / Financement

Unterstützung durch Eidgenössisches Departement des Innern EDI, Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB), und visoparents Schweiz

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Impressum | Webmaster | Letzte Aktualisierung: 31. Mai 2010